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Spannende und herausfordernde Branddienstübung...
Am Mittwoch, dem 1. April 2026 fand unsere Monatsübung zum Thema Branddienst statt. Als Übungsannahme wurde ein großflächiger Brand mit Ausbreitungsgefahr auf eine Halle simuliert. Ein Teil der Halle war bereits stark verraucht, zudem galten drei Personen als vermisst.
Unverzüglich wurde ein erstes Rohr vorgenommen, um die angrenzende Halle zu schützen und eine Brandausbreitung zu verhindern. Parallel dazu rüstete sich ein Atemschutztrupp mit Loop, Rauchvorhang sowie Notrettungsset aus und bereitete sich auf den Innenangriff vor.
Im Innenbereich wurden zunächst gefährliche Stoffe lokalisiert und umgehend ins Freie gebracht, um eine zusätzliche Gefährdung zu vermeiden. Die Wasserversorgung stellte sich als besondere Herausforderung dar, da weder ein Hydrant noch ein Löschteich zur Verfügung standen. Als alternative Wasserquelle diente ein Güllefass mit rund 6000 Litern Wasser. Mittels eines provisorischen Auffangbeckens und einer Tauchpumpe konnte das RLF mit Löschwasser versorgt werden. Für die anschließende Belüftung der Halle musste ein Tor geöffnet werden, welches jedoch durch ein Frontgewicht blockiert war. Dieses wurde mithilfe eines hydraulischen Spreizers entfernt, wodurch das Tor geöffnet und die Belüftung eingeleitet werden konnte.
Zwei der drei vermissten Personen konnten vom Atemschutztrupp rasch aufgefunden und gerettet werden. Die dritte Person befand sich in einem Kipper und musste mittels Spineboard sowie LKW-Rettungsplattform gerettet werden. Da dieser Hallenabschnitt bereits rauchfrei war und ein Rauchvorhang gesetzt wurde, konnte die Rettung auch von Kräften ohne Atemschutz durchgeführt werden.
Zusätzlich wurde eine Einsatzleitstelle eingerichtet, um die Übung strukturiert zu koordinieren.
Die Übung verlief insgesamt sehr erfolgreich und zeigte, wie auch unter erschwerten Bedingungen – insbesondere ohne Tragkraftspritze – effizient gearbeitet werden kann.