1901 - 1918 Weiterentwicklung der Feuerwehr

Zeughaus 1905 bis zur Aufstockung 1952

Im Verlaufe dieser Jahre ging der Auf- und Ausbau der Feuerwehr weiter - Anschaffung von Geräten und sonstiger Ausrüstungsgegenstände, wie Leitern, Schläuche und einer großen Menge von Handwerkzeugen, die bei der Brandbekämpfung und bei Katastrophenfällen (Hochwasser) notwendig waren; €weiters die Verbesserung der Schutzkleidung durch Helme, Lederkappen, Gurte, Leinen, Sanitätsausrüstung usw.

Eine Neuwahl im Jahre 1901 ergab folgendes Resultat:

Obmann (Kommandant): Vinzenz Laus
Obmann-Stellvertreter: Franz Schmied
Kassier und Schriftführer: Franz Bauer
Zeugwart: Karl Heppner
1. Spritzenmeistert: Johann Wagenleithner
Stellvertreter: Tobias Malek
2. Spritzenmeistert: Wenzl Malek
Stellvertreter: Johann Hausl
Steiger-Rottenführer: Karl Krößwang
Stellvertreter: Julian Hauser
Mannschaftsstand: 40 Mann

Im Frühjahr 1905 wurde das alte Depot wegen Baufälligkeit und Raummangel abgetragen. Das neue Depot wurde zur gleichen Zelt auf einem von der Familie Dr. Sterneder zur Verfügung gestellten Grund von Baumeister Ettinger aus Kremsmünster errichtet und am 16. Juli 1905 von Pater Robert Fürst die Segnung vorgenommen. Für die damalige Zeit war es bereits ein Moderner und geräumiger Bau mit einem Schlauchturm. Im Jahre 1913 wurde durch die Firma Schuckert-Siemens das elektrische Licht gratis ins Depot eingeleitet und vom E-Werksbesitzer Weiermair/Kreuzmühle der Strom kostenlos geliefert.

Ein Freund und Gönner spendete der Feuerwehr am 20. Juli 1914 einen Mannschaftswagen. Der Gastwirt Neuhauser verpflichtete sich, im Bedarfsfall unentgeltlich die Bespannung zu leisten.

1914/1915 trat die FF Wartberg dem Roten Kreuz bei und gab eine Erklärung ab ihre Sanitätsabteilung dem Landesverband "Rotes Kreuz" anzuschließen.

Vinzenz Laus, erster KommandantBei Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 hatte die FF Wartberg an der Krems einen Stand von ca. 40 aktiven Mitgliedern und setzte sich das Kommando wie folgt zusammen:

Obmann (Kommandant): Vinzenz Laus
Obmann-Stellvertreter: Franz Schmied
Kassier: Ernst Heubusch
Schriftführer: Alois Metzl
Zeugwart: Josef Heppner
1. Spritzenmeistert: Johann Wagenleithner
Stellvertreter: Johann Hausl
2. Spritzenmeistert: Wenzl Malek
Stellvertreter: Josef Haider
Steiger-Rottenführer: Ludwig Wofram
Stellvertreter: Johann Reingruber
Rohrführer: Schließlberger und Winter
Hornisten: Vöckl, Leitner und Roithner

Ende 1916 waren von 42 Mitgliedern bereits 24 zum Militär- bzw. Kriegsdienst eingezogen. Durch diese Umstände war die Feuerwehr in ihrer Einsatzkraft entsprechend geschwächt. Während des Krieges 1914 - 1918 konnten nur die notwendigsten Anschaffungen getätigt werden, da es an Geld mangelte. Mehrere Kameraden kehrten vom Krieg nicht mehr zurück oder starben nach Jahren an verschiedenen Kriegsleiden.

In den Jahren 1901 bis einschließlich 1918 musste die Feuerwehr zu zahlreichen größeren und kleineren Bränden ausrücken.

Steigleiter um 1920, Kirchenplatz

2. August 1904, Großbrand in Hiersdorf. Durch Blitzschlag brannten die landwirtschaftl. Anwesen ,,Bauer, Binder und Peham zu Hiersdorf" ab. Bei diesem Brand war auch ein Menschenleben zu beklagen. Der Chronist schreibt in der Feuerwehr-Chronik folgendes: ,,Am 2. August 1904 um 1 Uhr mittags schlug der Blitz in das Bauerngut zu Hiersdorf ein. Infolge dessen brannte nicht nur dieses Haus, sondern auch 'Binder und Peham' ab. Bei diesem Brande war auch ein Menschenleben zu beklagen. Der alte Bauer, 86 Jahre alt, welcher allein zu Hause war (alles war auf dem Felde), suchte den Weg zwischen den brennenden Häusern zu passieren. Da er aber nur langsam gehen konnte, wurde er von den Flammen erfasst und starb noch am selben Tage unter großen Schmerzen infolge der erlittenen Brandwunden. Derselbe war eine lange Reihe von Jahren Hauptmann des hiesigen Schützenkorps."

Im gleichen Zeitabschnitt (1901 - 1918) hatte die Feuerwehr auch bei Bränden in den Nachbargemeinden Hilfe geleistet. Während dieses Zeitraumes musste die Feuerwehr auch bei anderen Ereignissen, hauptsächlich aber bei Hochwasseralarm, wenn der Kremsfluß über die Ufer trat, ausrücken und der Bevölkerung hilfreich zur Seite stehen. Der untere Ort, östlich der Krems, wurde am meisten in Mitleidenschaft gezogen. Es kam wiederholt vor, daß manche Häuser bis zu den Fenstern im Wasser standen; von den Keller- und Straßenüberflutungen nicht zu reden. Besonders betroffen waren die Häuser: Graberhaus / Weiermair, Wartberg Nr. 48; Gemeindewohnhaus / ehem. Armenhaus, Nr. 49; Ganglbauer - Holzinger, Nr. 17; Woracek, Nr. 1B; Lachmair, Nr. 19; Bengesser, Nr. 20; Lederer-Schmied, Nr. 21; Gasthaus Neuhauser, Nr. 22, wo die Fässer im Keller schwammen; Gasthaus Simon Huemer, Nr. 44; Kreuzmühle /Winter/Weiermair, Nr. 46 und 47; Molkerei und auch sonstige Häuser und Betriebe, wie Buglmühle, die entlang des Kremsflusses standen.

Quelle: Festschrift 100 Jahre FF Wartberg an der Krems, E-AW Johann Penninger.
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